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08.06.2018

80. Geburtstag und Verbandsgeschichte feierlich gewürdigt

Der 11. Verbandstag des Märkischen Arbeitgeberverbands bot gleich mehrere Gründe zum Feiern:  Den 80. Geburtstag  des MAV-Vorsitzenden Horst-Werner Maier-Hunke, das 70-jährige Bestehen des Märkischen Arbeitgeberverbandes nach dem Zweiten Weltkrieg und den 10. Jahrestag des Zusammenschlusses der Arbeitgeberverbände Hagen und Iserlohn. Daneben stand als Gastreferent des Abends der Ressortleiter der ARD-Börsenredaktion und Moderator des ARD-Wirtschaftsmagazins Plusminus, Markus Gürne, im Mittelpunkt.

„Heute feiert unser Verband im Jahr 2018 gleich ein doppeltes Jubiläum. Das ist für mich hier und heute Grund genug, Rückschau zu halten. Denn je mehr wir uns mit der eigenen Historie befassen, desto mehr erkennen wir: Unsere Vergangenheit hat einen Wert. Sie zeigt uns, welch weiten Weg wir gegangen sind“, sagte Maier-Hunke in seiner Begrüßungsansprache vor rund 250 Gästen. 70 Jahre nach der Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg und 10 Jahre nach der Fusion der Arbeitgeberverbände Hagen und Iserlohn sei der MAV den drei Zielen „größere Durchschlagskraft in der Interessenvertretung“, „Verbesserung des Serviceangebots für die Mitgliedsunternehmen“ sowie „Wahrnehmung in der Öffentlichkeit durch eigene Projekte“  ein gutes Stück näher gekommen. Ebenso sei der MAV personell und organisatorisch gerüstet, um sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.

Arndt Günter Kirchhoff, Präsident von unternehmer nrw und METALL NRW, ließ es sich nicht nehmen, die Verdienste von Horst-Werner Maier-Hunke auf Landesebene zu würdigen. „Mit Deinem Namen als Präsident von unternehmer nrw bleibt ein Meilenstein der Verbandsgeschichte verbunden – die Zusammenführung der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände mit der BDI-Landesvertretung NRW zu unternehmer nrw im Jahr 2010“, lobte Kirchhoff, „Als Präsident von METALL NRW hast Du über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinweg Tarifgeschichte geschrieben, als Du im Jahr 2010 in der schwersten Krise der Nachkriegszeit den Pilotabschluss für den mit 3,7 Millionen Beschäftigten im bedeutendsten Industriezweig Deutschlands verhandelt hast. Mit den beschäftigungssichernden Elementen dieses Tarifvertrags konnten damals Tausende von Arbeitsplätzen gesichert werden. Du bist verlässlich, pflichtbewusst und grundsatztreu, wir danken Dir für Dein großes Engagement.“

Auch Wilfried Neuhaus-Galladé, stellvertr. Vorsitzender des Märkischen Arbeitgeberverbandes, würdigte den runden Geburtstag Maier-Hunkes: „Ich persönlich und in der Vorstandsarbeit habe Horst-Werner Maier-Hunke als einen Menschen kennen gelernt, dessen Naturell sich so beschreiben lässt: Er geht den Dingen auf den Grund, darum schätzt er schlüssige Begründungen. Er weiß: Wenn er eine Sache durchdacht hat, dann macht ihm dazu niemand etwas vor. Er vertraut auf die Qualität des eigenen Kopfes, aber er lässt auch andere gelten. Und er hat Freude am Wettbewerb, auch am Wettbewerb der Ideen und Argumente. Außerdem ist er ein unglaublich guter Zuhörer, der alles prüft und das Gute behält.“  Es sei gerade diese Geisteshaltung, die Horst-Werner Maier-Hunke als erfolgreichen Unternehmer auszeichnet, aber auch seine ehrenamtliche Tätigkeit für den Märkischen Arbeitgeberverband prägt.

Im Anschluss erklärte Markus Gürne den Zuhörern „Europas Rolle in einer veränderten Welt“ aus seiner Sicht.  „Seit 2016 prägen vier Staaten die Welt. Das sind die USA, Russland, Indien und China“, sagte der Journalist. Europa sei nicht darunter. Drei Krisen schwächten den Kontinent. Zum einen basiere das Leben in der EU auf Frieden, Freiheit und Sicherheit. Doch mit der Ukraine-Krise sei dies nicht mehr selbstverständlich. Die zweite Krise für Europa sei laut Gürne der Krieg  im Nahen und Mittleren Osten. Eine der größten Herausforderungen sieht Grüne hier in der Bewältigung der daraus resultierenden Flüchtlingskrise. Er wies dabei auf die Gefahr hin, dass sich zusätzlich noch Millionen Menschen aus Afrika auf den Weg nach Europa machen könnten. „Fluchtursachenbekämpfung ist die einzige Möglichkeit, die Situation in Afrika zu stabilisieren“, so der Krisenberichterstatter. Als dritten Krisenpunkt für Europa nannte Gürne die nicht endenden Rettungspakete für Griechenland: „Das ist zwar ein zu bewältigendes Problem. Problematisch wird es aber, wenn auch Italien als drittgrößte Volkswirtschaft in Europa „hopps geht“.“

Gute Chancen für Europa sieht der Journalist in Indien: „Indien hat eine stark wachsende Mittelschicht. Was fehlt sind Bildung und Arbeitsplätze.“ Um dieses Problem zu lösen, böte sich der Export des deutschen Dualen Ausbildungssystems an.  Grüne sieht für Europa gute Chancen, aber er sagt auch, dass sich der Kontinent gerade mitten in einer Zeitwende befände und weiter zusammenwachsen müsse:  „Wir müssen mehr darüber reden, was uns verbindet, und weniger, was uns teilt.“