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24.07.2019

Im Ausbildungszentrum Plettenberg wurde in Hülle und Innenleben investiert

Umkleide- und Waschräume, Beleuchtung, Akustikdecken, Heizungsanlage, Türen, Fenster, Dach und Fassade – die Liste der Umbau- und Sanierungsarbeiten ist lang. Mit rund 900.000 Euro hat die Ausbildungsgesellschaft Mittel-Lenne (ABG) in den letzten Jahren ihre Lehrwerkstatt  in Plettenberg runderneuert – der Märkische Arbeitgeberverband (MAV) als Träger übernahm gut drei Viertel der Kosten. Es ist gut investiertes Geld, sind sich die Geschäftsführer von MAV und ABG, Josef Schulte und Andreas Weber, einig: Die Arbeitsbedingungen für die jungen Auszubildenden haben sich verbessert, Energie wird gespart.

Rund 160 Unternehmen aus der Region setzen aktuell bei der Ausbildung des Fachkräftenachwuchses auf die Ausbildungsgesellschaft. Bis zu 400 Menschen sind zu Spitzenzeiten in den Lehrwerkstätten in Plettenberg und Letmathe anzutreffen - für die überbetriebliche Grundausbildung sowie die Vorbereitung auf Zwischen- und Abschlussprüfungen, für Weiterqualifizierungen und Umschulungen. Für ein attraktives Lernumfeld hat in Letmathe der Neubau des Ausbildungszentrums gesorgt. In Plettenberg wurde umfassend saniert.  

1976 wurde die Ausbildungsstätte in Böddinghausen errichtet. Zwölf Jahre später wurde sie das erste Mal erweitert. 2002 dann aufgestockt und noch einmal vergrößert. Nach 40 Jahren war es an der Zeit, den Komplex insgesamt auf den neuesten Stand zu bringen. Begleitet wurden die Investitionen in eine attraktive Hülle von einer massiven Aufwertung der inneren Werte. In den vergangenen sieben Jahren flossen rund 2,3 Millionen Euro in die Ausstattung. Eine stufenweise Aufrüstung des Maschinenparks, gefördert von Bund, Land und Europäischem Sozialfonds, gehörte ebenso dazu wie zuletzt das große Digitalisierungsprojekt, für das das Bundesministerium für Bildung und Forschung 1,25 Millionen Euro bereit stellte und für dessen Umsetzung die Ausbildungsgesellschaft fünf Jahre Zeit hat.

Mit den Fördermitteln werden die Lehrinhalte auf den neuesten Stand gebracht und den neugeordneten Berufsbildern für die Metall- und Elektroberufe angepasst. Themen wie Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit spielen eine Rolle. Wie sieht das in der Praxis aus? Neben den Werkbänken stehen die CNC-Dreh- und Fräsmaschinen der neuesten Generation. An den neuen Pneumatik-Ständen mit Magnetsystem und Ventilinseln gibt es kein Strippengewirr mehr, eine SPS-Steuerung kann integriert werden. Wenige Schritte weiter wartet der 6-Achs-Roboter auf seinen Einsatz.  An ihm werden die Industriemechaniker- und Mechatronik-Azubis das selbstständige Programmieren lernen. Im Sommer, in der berufsschulfreien Zeit, werden die ersten Schulungen stattfinden. Jeweils sechs Teilnehmer werden sich dann eine Woche lang intensiv mit der Technik, mit speicherprogrammierbarer Steuerung (SPS), Pneumatik und Elektrosteuerung beschäftigen.