Hier finden Sie die Jahresschrift 2017/2018 zum Download

Internetportal „MAV bildet Zukunft“

Hier geht es zum neuen Bildungsportal

WIR SUCHEN AUFGEWECKTE

Elternratgeber zur Berufsorientierung

28.09.2018

Student entwickelt Reinigungskonzept für dormakaba-Produkte

Das Unternehmen dormakaba entstand 2015 durch die Fusion der Firmen Dorma und Kaba. Heute ist dormakaba als Spezialist für Zutritts- und Sicherheitslösungen mit 16.000 Mitarbeitern in 130 Ländern weltweit vertreten und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017/18 einen Umsatz von CHF 2,8 Mrd. Das börsennotierte Unternehmen mit Hauptsitz in Rümlang (Zürich/Schweiz) bietet Produkte, Systemlösungen und Services in den Bereichen Sicherheit und Zutritt zu Gebäuden an. Hierzu zählen u. a. Schließsysteme mit Zylindern und Schlüsseln, vernetzte elektronische Zutrittslösungen und physische Zugangssysteme. In der Fertigung im Werk in Ennepetal (Deutschland) werden Mineralöle und Emulsionen als Kühlschmierstoffe eingesetzt, wodurch ein Reinigen der Teile anschließend unerlässlich ist. Der Maschinenbau-Student Marius Schmidt schrieb passend dazu seine Bachelorarbeit mit dem Thema „Erstellung eines Reinigungskonzeptes für Produkte der spanenden Fertigung unter Berücksichtigung logistischer Prozesse“.

Der 24-jährige Herdecker absolvierte an der Fachhochschule Südwestfalen ein Verbundstudium im Maschinenbau. „Nach 2,5 Jahren schloss ich meine Ausbildung zum Industriemechaniker bei dormakaba ab, die parallel zum Studium verlief“, erzählt der junge Mann. Von Beginn an sei klar gewesen, dass er später im Industrial Engineering arbeiten möchte. Diesen Bereich vertritt Prof. Dr.-Ing. Klaus Mende an der FH SWF, der ihn während seiner Bachelorthesis betreute: „Dass Herr Schmidt seine Arbeit bei dormakaba geschrieben hat, ist für beide Seiten ein echter Gewinn. Er konnte Praxiserfahrung sammeln und im Unternehmen werden Prozesse optimiert, das senkt Fertigungskosten und verbessert die Wirtschaftlichkeit.“ Andreas Stade, Leiter Technologiecenter/Arbeitsvorbereitung im Werk Ennepetal, fügt als betrieblicher Betreuer an, dass er mit Marius Schmidt einen überaus engagierten und begeisterten Mitarbeiter für das Thema gefunden hat.

In seiner Abschlussarbeit entwickelte Marius Schmidt ein Reinigungskonzept für gefertigte Teile. „Dabei war eine hohe Reinigungsqualität und Optimierung der Wirtschaftlichkeit gefragt“, berichtet der FH-Absolvent. „Der ursprüngliche Reinigungsprozess wies Defizite hinsichtlich der Reinigungsqualität, des Materialflusses und der Anlagenverfügbarkeit“ auf, beschreibt Marius Schmidt die Ausgangssituation.

Er entwickelte daher ein geeignetes Reinigungskonzept. Auf Basis der Analyse der Reinigungs- und Materialflussprozesse entwickelte er drei Lösungskonzepte. Bei denen das technisch und wirtschaftlich favorisierte Konzept eine vollautomatisierte Reinigungszelle vorsieht. Das Handling in der Zelle erfolgt über einen 6-Achsen Industrieroboter auf einer Lineareinheit, welche die 7. Achse ergibt. Die Steuerung und der Informationsfluss sollen mit Hilfe von RFID-Technologie erfolgen.

„Im Anschluss an mein Studium arbeite ich nun weiter bei dormakaba und treibe die Realisierung des Konzeptes voran. Außerdem möchte ich meinen Masterabschluss ebenfalls berufsbegleitend machen“, freut sich Marius Schmidt. Wenn er mal nicht die Reinigungsprozesse bei dormakaba optimiert, macht der junge Ingenieur gerne Sport oder hört Schallplatten.

Foto (v.l.): Andreas Stade, Marius Schmidt  und Prof. Mende auf dem Dach von dormakaba.