Arbeitsrechtlicher Moot Court am 05.10.2017

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Prof. Hurrelmann begeisterte bei Jahresabschlussveranstaltung SCHULEWIRTSCHAFT

Rund 80 Gäste konnte der Märkische Arbeitgeberverband zur traditionellen Jahresabschlussveranstaltung SchuleWirtschaft im Verbandshaus an der Erich-Nörrenberg-Straße in Iserlohn begrüßen. Prof. Klaus Hurrelmann von der Universität Bielefeld referierte zum Thema „X, Y, Zukunft – Wie die jungen Generationen Gesellschaft und Wirtschaft verändern“. Seine wichtigsten Arbeitsgebiete sind die Sozialisations- und Bildungsforschung mit den Schwerpunkten Kindheit, Jugend und Schule sowie die Gesundheitsforschung mit dem Schwerpunkt Prävention. Klaus Hurrelmann gehört seit 2002 dem Leitungsteam der Shell Jugendstudien.

In seinem u.a. auf der Shell-Jugendstudie basierendem Vortrag widmete sich der Professor den verschieden Generationsmodellen und ging insbesondere auf die Generation Y ein, zu denen die etwa zwischen 1985 und 1999 Geborenen zählen. Durch die zeitliche Einordnung gilt sie als Nachfolgegeneration der Baby-Boomer  (bis 1965) und der Generation X. Nach Y folgt die Generation Z, welche mit dem Geburtsjahr 1999 beginnt.

Der Pädagoge verdeutlichte dem Publikum, dass die jungen Generationen Y und Z andere Vorstellungen und Erwartungen vom Leben und Beruf  haben als noch ihre Eltern und Großeltern: „Die jungen Leute brauchen im Zeitalter der Digitalisierung die Fähigkeit alles auf einmal zu verarbeiten. Das ist sehr schwer und riskant, aber sie gehen damit geschickter um als ihre Eltern. Sie haben - und das ist historisch selten – einen Vorteil, weil sie mit der neusten Technologie groß werden.“ Wer nach 2000 seine Jugendzeit erlebte, ist geprägt durch politische Terroranschläge wie 9/11, Umweltkatastrophen wie Fukushima oder auch durch die Wirtschaftskrise. Die jungen Leute wachsen laut Hurrelmann in einer unsicheren Welt auf, in der die Erwachsenen nicht in der Lage sind, die politischen Geschicke eines Landes zu steuern. „Die jungen Leute sind darauf eingerichtet, dass morgen alles anderes ist als heute“, sagte Prof. Hurrelmann, „So sind für sie die Eltern eine stabile Säule und werden in jede Entscheidung einbezogen. Sie sind die wichtigsten Vorbilder.“

Die Begeisterung der Gäste zeigte, dass in diesem Jahr wieder ein ausgezeichneter Referent für die Jahresabschlussveranstaltung gewonnen werden konnte. Im Anschluss klang der Nachmittag traditionell bei einem gemeinsamen Imbiss aus.

AK Schule Wirtschaft bei FRIED. ISCHEBECK zu Besuch

Mit dem Arbeitskreis SchuleWirtschaft konnten wir Ende Juni die FRIED. ISCHEBECK GMBH in Ennepetal besichtigen. Rund 20 interessierte Lehrer, Ausbilder und Berater aus der Arbeitsagentur erkundigten sich über das Ennepetaler Unternehmen.

Aus der Not heraus wurde das Unternehmen bereits 1881 gegründet, weil 20 Männer in Ennepetal keine Arbeit hatten. So beschlossen der damals amtierende Pfarrer, der Bürgermeister von Ennepetal und Friedrich Ischebeck, ein Produktionsunternehmen zu gründen. Anfangs wurden Schraubzwingen und –stöcke hergestellt. Da die Herstellung dieser Werkzeuge nicht ausreichte, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, richtete man das Produktprogramm in die Baugeräteherstellung. Bis dato umfasst der Produktbereich

- Unterstützungs- und Schalungssysteme aus Aluminium
- Grabenverbausysteme aus STSahl und Aluminium
- sowie die Geotechnik als relativ neues Geschäftsfeld

Heute sind am Standort Ennepetal 180 Mitarbeiter überwiegend in der Fertigung beschäftigt. Dazu kommen weitere 60 Mitarbeiter die in 17 Vertriebsgesellschaften weltweit tätig sind.

Die Gäste erfuhren, dass Ischebeck eigenen Nachwuchs ausbildet und zwar als Industriemechaniker/Instandhaltung sowie zum Industriekaufmann/ Bachelor of Businessadministration. Während der Ausbildung haben die Auszubildenden auch Gelegenheit, einen Aufenthalt in der Vertriebsgesellschaft in den USA wahrzunehmen.

Das Fazit der Teilnehmer lautete: Ein modernes Familienunternehmen, das weltweit vernetzt und für junge Leute ein interessanter Arbeitgeber ist.

Ausbildungsmöglichkeiten und Entwicklung der IT

12 Lehrer und Bildungsvertreter des Arbeitskreises SchuleWirtschaft MK besuchten die LUKAD Holding GmbH & Co. KG mit Sitz im sauerländischen Werdohl. Unter dem Thema  „IT im Wandel der Zeit“ konnten die Gäste alles über die IT-Ausbildungsberufe in der Metall- und Elektro-Industrie und ihre Aufgaben in einem Unternehmen erfahren. Die LUKAD-IT mit Sitz in Werdohl ist verantwortlich für die zentrale Betreuung aller Gesellschaften der Unternehmensgruppe mit SAP-Anwendungen.

In diesem Rahmen werden ein eigenes Rechenzentrum und ein Backup-Rechenzentrum mit den Hauptanwendungen SAP, MPDV/HYDRA und E-Mail betrieben. Diese Anwendungssysteme werden über ein weltweites WAN den angeschlossenen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Dafür bildet die Unternehmensgruppe IT-Systemkaufleute aus. Ebenso bietet sie die Möglichkeit zum Dualen Studium mit Allgemeiner Informatik oder Wirtschaftsinformatik. „Dabei sind die Studierenden entweder einige Tage pro Woche an der Hochschule und im Unternehmen oder wir organisieren das Studium blockweise über Monatsphasen“, sagte Niclas von Seidlitz, Global HR Generalist  bei der LUKAD Holding.

Die Bedeutung der IT für Unternehmen und Gesellschaft hat in den letzten Jahren zugenommen und entwickelt sich vermehrt von der reinen Unterstützungsfunktion hin zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Hans-Uwe Schroers (CIO) beleuchtete die digitale Revolution in einem Vortrag: „Der Datenverkehr wird immer wichtiger und trägt jetzt schon mehr zum globalen Wachstum bei als der Güterverkehr.“ Technischer Fortschritt und ein gesellschaftlicher Lebenswandel nähmen Einfluss auf die Zukunft der Arbeitswelt. Diese werde digitaler, automatisierter, vernetzter, globaler und immer mehr den aktuellen Lebenssituationen der Mitarbeiter angepasst.

 „Immer mehr Dienstleistungen werden von leistungsfähigen IT-Systemen übernommen. Arbeiten wird von überall möglich“, so Hans-Uwe Schroers weiter, „Daneben haben wir Big Data, die Sammlung und Auswertung immer größere Datenmengen.“ Das berge auch Gefahren. Auch die Automatisierung steige stetig an. „Die zunehmende Dynamik am Arbeitsmarkt und steigende Anforderungen machen kontinuierliche Weiterbildung auch für niedrig Qualifizierte nötig. Generell werden wir schreibtischunabhängiger. In den Niederlanden gibt es schon einen Rechtsanspruch auf ein Homeoffice“, berichtete Schroers.

Schon heute gibt es Pflegeroboter, IT-Systeme, die automatisch Pressetexte schreiben, Roboter und Drohnen die in Kriegsgebieten und anderswo zum Einsatz kommen. „14 Minuten bis nach Hause“, meldet die Google-Anwendung ungefragt aufs iPhone. Der Arzt weiß in Zukunft, dass wir krank werden, bevor wir es sind, weil unser Smartphone auffällige Bewegungsmuster meldet. „Mit solchen Daten kann man die Verbreitung einer Grippe vorhersagen. Man kann Finanzkrisen heraufziehen sehen und prognostizieren, wo sich das nächste Verbrechen in einer Stadt ereignen dürfte. In den USA setzt die Polizei solche Analyse-Programme in etlichen Städten ein“, erklärte Schroers.

Im Anchluss ging er auf die Anforderungen seines eigenen Berufsbildes ein: „Heutzutage müssen sich IT-Experten spezialisieren. Dass einer alles weiß, ist aufgrund der Komplexität nicht mehr möglich. ITler müssen fachbereichübergreifendens Denken, Team- und Kommunikationsfähigkeit, wirtschaftliches Verständnis, allgemeine Problemlösungskompetenz, Kreativität,  technisches Verständnis und Innovationsfähigkeit mitbringen.“ Die anwesenden Lehrer konnten ihr logisches Denken selber an dem für Azubis bestimmten Einstellungstest testen - und das war gar nicht so einfach. Zusammen mit zwei Auszubildenden auf der IT wurde ein Rechner zerlegt und im Anschluss noch der Serverraum besichtigt.

Carl Bechem GmbH: Ohne Schmierstoffe läuft nichts

Neben dem Stammwerk in Hagen verfügt die Carl Bechem GmbH in Deutschland über zwei weitere Produktionsstätten in Mieste und Kierspe, wo insgesamt 300 Mitarbeiter beschäftigt sind. Weitere Werke befinden sich in China, Indien und bald auch in den in den USA. Über ein Vertriebsnetz mit über 70 Standorten beliefert das Unternehmen nahezu alle Länder dieser Welt. Im 2008 eröffneten Innovationscenter entwickelt BECHEM leistungsstarke, zukunftsorientierte Schmierstoffprodukte. Diese Schmierstoffanwendungen werden in vielen industriellen Bereichen eingesetzt.

Mit weltweit 500 Mitarbeitern stellt das Unternehmen über 800 verschiedene Schmierstoffe her. „Davon kommen weit mehr als 80 allein in einem Mittelklassewagen zum Einsatz“, berichtete der technische Geschäftsführer Dr.-Ing. Martin Walter. „Wir produzieren Lebensdauerschmierstoffe für die Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau sowie für die industrielle Metallbearbeitung. Außerdem entwickeln wir schon heute die Technologien von morgen“, betonte Dr. Walter die Innovationsstärke des Unternehmens im Forschung- und Entwicklungsbereich.

Nach der Unternehmenspräsentation mit anschließendem Betriebsrundgang standen Dr. Walter und Personalleiter Michael Schmieger den Gästen zum Thema Ausbildung Rede und Antwort. Neben der Ausbildung zum Chemikant, Chemielaborant, Fachinformatiker mit Fachrichtung Anwendungsentwicklung, Industriekaufmann und Kaufmann für Marketingkommunikation bietet sich auch die Möglichkeit des Dualen Studiums im technischen Bereich (Chemielaborant-Ingenieur) sowie auch im Vertrieb. Außerdem werden Praktikanten- und Werksstudententätigkeiten, sowie studentische Aushilfsarbeiten bei BECHEM angeboten. Selbstverständlich sind junge Frauen ebenso willkommen wie männliche Bewerber. „Bei der Auswahl unserer Auszubildenden  legen wir besonderen Wert auf die Persönlichkeit“, so Michael Schmieger.

AK SchuleWirtschaft erkundet Schwerter Unternehmen Zapp

Der Arbeitskreis SchuleWirtschaft MK/Schwerte war zu Gast im Schwerter Unternehmen Zapp Precision Metals GmbH, dessen Geschichte schon vor über 300 Jahren begann. Heute ist die Zapp-Gruppe mit rund 1150 Mitarbeitern an den sechs Hauptstandorten in Deutschland und den USA (insgesamt 14 Standorte) weltweit aufgestellt und führender Anbieter metallischer Halbzeuge.

Personalreferentin Caroline Göhmann präsentierte den zwölf Lehrern zusammen mit drei Auszubildenden das Unternehmen, seine Produkte und Ausbildungsmöglichkeiten. In elf Ausbildungsberufen hat Zapp das erforderliche Know-how, jungen Menschen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu ermöglichen.  Dazu gehören neben kaufmännischen und IT-Ausbildungsberufen auch der Verfahrens-, Industrie- und Werkzeugmechaniker sowie Werkstoffprüfer und  Elektroniker für Betriebstechnik sowie duale Studiengänge. „Durch internen Unterricht und die Berufsausbildung unterstützende Kurse bieten wir unseren Azubis die Möglichkeit, einen guten Abschluss im jeweiligen Ausbildungsberuf zu erzielen“, sagte Caroline Göhmann. Herkömmliche Einstellungstests werden bei Zapp nicht durchgeführt: „Für uns zählt die Persönlichkeit – Offenheit, Engagement und Zuverlässigkeit sind wichtiger als Testergebnisse.“ Vor Beginn einer gewerblich/technischen Ausbildung durchlaufen die Schüler ein dreitägiges Praktikum. So erfahren sie praxisnah, ob der Beruf wirklich ihren Vorstellungen entspricht. „Im kaufmännischen Bereich ist das nicht nötig, die jungen Leute wissen an der Stelle schon sehr genau, was sie erwartet“, so die Personalreferentin. Auszubildende zur Industriekauffrau/mann EU erleben bei Zapp einen dreimonatigen Aufenthalt in Irland. „Diese Ausbildung dauert deshalb 3 Jahre, die klassischen Industriekaufleute verkürzen bei uns ihre Ausbildung auf 2 Jahre“, berichtete Caroline Göhmann.

Thorsten Deimel – Produktionslinienleiter in der Drahtfertigung - führte die Gäste im Anschluss durch die Produktion. Das Unternehmen verarbeitet über 200 Materialien. Die Kernkompetenzen umfassen dabei die Kaltumformung von Präzisionshalbzeugen mit dem Schwerpunkt rostfreier Edelstahl sowie Speziallegierungen. Ein Schwerpunkt dabei ist die Produktion medizinischer Halbzeuge, dabei handelt es sich zum Beispiel um Implantatwerkstoffe oder Chirurgenstahl. Zapp ist internationaler Hersteller und Händler. Zum Produktportfolio am Standort Schwerte gehört auch Profil- und Flachdraht, sowie Stabmaterial. Zapp fertigt in Deutschland auch Profile für die Brillenindustrie sowie Clips für hochwertige Schreibgeräte. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Halbzeugen für die Öl- und Gasindustrie.  Diese werden beispielweise in Bohrfiltern, Sieben, Schmiedeteilen oder Rohren eingesetzt.

Mit Leib und Leben für unsere Sicherheit

Was die Hagener Feuerwehr für die Bevölkerung leistet, weiß kaum ein Bürger so ganz genau. Größten Respekt bekamen die 20 Mitglieder des MAV-Arbeitskreises SchuleWirtschaft bei einem Besuch der Feuer- und Rettungswache Ost in Hagen-Hohenlimburg vor der Arbeit der Florianijünger. Ausbilder Volker Hammerschmidt gab den 20 Gästen zunächst einen Überblick über die Aufgaben und Ausbildung der Feuerwehr. Sie leistet bei Bränden, Unfällen, Überschwemmungen und ähnlichen Ereignissen Hilfe; Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten, zu schützen und zu bergen gehört dazu. Hauptaufgabe ist jedoch das Retten, das Priorität vor allen anderen Aufgaben hat. Oft riskieren die Blauröcke dabei ihr eigenes Leben und erleiden nicht selten selber schwere Verletzungen. Hammerschmidt berichtete von riskanten Einsetzen um Leben und Tod, aber auch von lustigen Geschichten: „Es gibt eigentlich alles bei uns, wir holen auch Katzen von Bäumen.“

Die Arbeitskreise SchuleWirtschaft vermitteln mit ihren Veranstaltungen Einblicke in die Arbeits- und Wirtschaftswelt. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen Betriebserkundungen, die Lehrern und Bildungsvertretern Einblicke in Ausbildungsberufe geben, so auch bei der Feuerwache in Hohenlimburg.

Eine Vielzahl von Schulungsräumen steht zur Aus- und Weiterbildung in der Wache zu Verfügung. Gegründet wurde die Feuerwehr in Hagen bereits 1913. Mit dem 2004 erbauten Gebäude ist der Norden Hagens bestens versorgt. 44 Mitarbeiter sind ständig vor Ort. Die Feuer- und Rettungswache  Ost umfasst neben den wichtigen gesetzlichen Aufgaben der Daseinsvorsorge (Brandbekämpfung, technische Hilfeleistungen sowie Notfallrettung und Krankentransport) auch die Bereitstellung von Nachschub- und Spezialgeräten, die Instandsetzung, sowie Pflege und Wartung von Kraftfahrzeugen und Geräten der Feuerwehr. Der Verband der Feuerwehr der Stadt Hagen e.V. ist der vereinsmäßige Zusammenschluss der Hagener Feuerwehrangehörigen und hat  aktuell rund 1000 Mitglieder. Im Anschluss an den Vortrag von Volker Hammerschmidt führte Brandmeister Ingo Stich die Gäste durch die Feuerwache.

Einmal im Jahr durchlaufen die Feuerwehrleute ein knallhartes Trainingsprogramm, um ihre Einsatztauglichkeit nachzuweisen. Dabei müssen sie nicht nur ihr eigenes Körpergewicht tragen, sondern auch eine rund 13 kg schwere Schutzausrüstung plus eine 22 kg schwere Atemschutzausrüstung und eventuell 5 kg schwere Sondergeräte. Das Gewicht der Ausrüstung beträgt bei einer Person mit 75 kg Körpergewicht ca. 50 Prozent des Eigengewichtes. Mit dieser gigantischen Last geht es auf Laufbänder und Leitern und dann durch ein Käfig-Labyrinth. In diesem Hindernis-Parcour ist es für die Männer und Frauen eine wahnsinnige Belastung mit einem Partner den Ausgang zu finden. Doch im Einsatz sind enorme Hitze, geringe Sichtweite durch Rauch, unbekannte Örtlichkeiten, Mitziehen des Schlauches, Stress und Zeitdruck sowie Einbruchgefahr keine Seltenheit. In der so genannten „Hölle“ werden diese Bedingungen simuliert und die Feuerwehrleute geprüft. Sie halten sich deshalb durch regelmäßigen Sport fit. Eine noch höhere körperliche Belastung erfahren die Taucher. Nicht nur die körperliche Belastung, auch die seelische ist bei den Einsätzen hoch, denn die Feuerwehrleute erleben viele traumatische Eindrücke. So ist immer ein Notfallseelsorger bei den Einsätzen dabei.

Wer bei der Feuerwehr eine Ausbildung machen möchte, muss all diese körperlichen Voraussetzungen erfüllen. Für junge Leute ist die freiwillige Feuerwehr eine gute Möglichkeit, einen ersten Eindruck zu gewinnen. Je nach Laufbahn dauert die Ausbildung 18 bis 24 Monate. Mindestvoraussetzung für den Einstieg in den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst ist der Hauptschulabschluss, verbunden mit einer beruflichen Ausbildung in einem feuerwehrrelevanten Bereich. Bewerber für den gehobenen Dienst sollten ein geeignetes technisches oder naturwissenschaftliches Studium abgeschlossen haben. Vor der Einstellung prüft ein Eignungstest die körperliche, intellektuelle und technische Leistungsfähigkeit. Später gibt es verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten wie zum Taucher, Höhenretter oder Löschboot-Maschinisten.

Betriebsbesichtigung bei WILA Lichttechnik

Der Arbeitskreis SchuleWirtschaft MK erkundete die WILA Lichttechnik GmbH in Iserlohn. WILA ist ein führender Spezialist für individuelles Licht. Marketingleiter Thomas Autering brachte den rund 20 Lehrern, Ausbildungsleitern sowie Vertretern von Arbeitsagentur und Bildungsbüro des Märkischen Kreises die Geschichte des Unternehmens, seine Produkte und Ausbildungsmöglichkeiten für junge Leute näher.  Aktuell hat WILA acht Auszubildende, drei davon im kaufmännischen Bereich. WILA bildet Bachelor of Arts, Bachelor of Engineering, Industriekaufleute EU, Maschinen- und Anlagenführer, Technische Produktdesigner sowie in den Berufen Fachkraft für Metalltechnik und Fachkraft für Lagerlogistik aus.

Bei der anschließenden Betriebsführung lernten die Gäste die Produktion kennen. WILA steht für exzellenten Service, herausragende und dauerhafte Qualität, sowie technologie- und anwendungsbezogene und somit kundenwirksame Innovationen. Dieser Anspruch verlangt nach einer soliden Organisation. Um schnell und zuverlässig auf Kundenwünsche eingehen zu können, verfügt WILA über eine eigene Design- und Entwicklungsabteilung, sowie ein Spezialistenteam zur Realisierung kundenspezifischer Sonderleuchten.

Die Komponentenfertigung und Leuchtenendmontage erfolgt auf höchstem Niveau intern, dies gilt besonders auch für den LED Bereich. Zur Umsetzung dieses Anspruches besitzt WILA ein eigenes nach internationalen Standards arbeitendes Labor für lichttechnische und wärmetechnische Messungen. Insgesamt operiert WILA an zwei Standorten mit fast 150 Personen und ist mit Partnern in über 30 Ländern vertreten. 

Individuelles Licht bereichert und inspiriert, birgt aber oft auch ein hohes Maß an Komplexität. Um dies zu beherrschen, steht WILA im engem Dialog mit allen an der Gebäudeentwicklung beteiligten und lichtplanenden Professionen, um zu diskutieren, zu lernen und zu entwickeln, mit dem Ziel, das visuelle Umfeld zu verbessern.