Ausbildungsmesse Hagen

Bald startet wieder die Hagener Ausbildungsmesse

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AK SchuleWirtschaft erkundet Blanke in Letmathe

Seit über 65 Jahren agiert das Familienunternehmen Blanke aus Iserlohn mit aktuell 180 Mitarbeitern erfolgreich in den zwei Geschäftsbereichen der Fliesenzubehör-Systeme und der Drahtbiegeteile. Bei einer Betriebsbesichtigung mit dem Arbeitskreis SchuleWirtschaft MK und Schwerte erkundeten 12 Lehrer und Ausbilder das erfolgreiche Traditionsunternehmen aus Letmathe. Geschäftsführer Peter W. Blanke und Betriebsleiter Reinhard Brintrup stellten den Teilnehmern zunächst das Unternehmen und seine Produkte vor.

Im Bereich der Fliesenzubehör-Systeme ist Blanke mit Produkten rund um die Fliese Innovationsführer am Markt und bietet vielseitige Systemlösungen aus z. B. Abdichtung, Profilen, Entkopplung und Entwässerungen an. Durch globales Wachstum mit Präsenz in über 80 Ländern der Welt sowie einer Niederlassung in Atlanta, USA werden Chancen und Synergien frühzeitig erkannt und genutzt. Gleichzeitig liegt die partnerschaftliche Nähe zum Händler und Verarbeiter im Fokus, um flexibel auf Bedürfnisse, Erfahrungen und Meinungen aus der Praxis reagieren zu können. Diese Nähe zum Markt ermöglicht es Blanke, ein an die Marktanforderungen optimal angepasstes Produktportfolio anzubieten. „Unsere Produkte müssen den Handwerker weiter bringen, damit er zuverlässig seine Arbeit machen kann“, sagte Peter W. Blanke.

Der zweite Kompetenzbereich fertigt Drahtbiegeteile auf Kundenwunsch „von der Idee zur Serie“ und blickt auf eine lange Tradition zurück. Durch den Umzug in das neue Werk 2 mit 6.000 Quadratmetern Produktionsfläche und kontinuierlichen Investitionen in einen hoch modernen Maschinenpark ist Blanke optimal in die Zukunft ausgerichtet. „Dadurch ist es möglich auf Wunsch kleine Bestellmengen, aber auch große Massenproduktionen für unterschiedlichste Kunden aus der Automobilindustrie, Luftfahrt, Medizintechnik, Möbelindustrie oder aus dem Maschinenbau zu fertigen“, erklärte Reinhard Brintrup beim Betriebsrundgang.

Im Anschluss gab er den Gästen zusammen mit Peter W. Blanke einen Einblick in die Ausbildung bei Blanke. „Bei uns sind technisches Verständnis und gute Noten wichtig“, so Blanke, „Aber auch praktischer begabte Schüler haben eine gute Chance. Die besten Azubis übernehmen wir.“ Das Unternehmen bildet in den Berufen Maschinen- und Anlagenführer, Werkzeugmechaniker, Industriemechaniker, Produktionstechnologe, Fachkraft für Lagerlogistik sowie Fachlagerist aus.

Betriebserkundung beim Rücksitzlehnen-Hersteller Prevent TWB

Der Arbeitskreis SchuleWirtschaft Hagen war im Mai zur Betriebserkundung bei Prevent TWB GBMH & Co. KG. Rund 15 Teilnehmer kamen in die Sedanstraße, um sich von Geschäftsführer Dr. Carsten Menzel persönlich präsentieren zu lassen, was bei TWB produziert wird und wie sich das Unternehmen auf die Zukunft vorbereitet. Sie erfuhren, dass mit  ca. 500 Mitarbeitern Rücksitzlehnen für die Automobilindustrie in Hagen gefertigt werden und dass sich das Unternehmen als Entwicklungs- und Serienlieferant für anspruchsvolle Umformtechnik sowie Füge- und Oberflächentechnik metallischer Produkte versteht .

Das 1977 gegründete Unternehmen fertigte anfangs hauptsächlich für das Bauartikelgewerbe. Mulden für Schubkarren, Gitterroste, Zargen und Bodenplatten aus Stahl gingen von Hagen aus in die Welt. Schon früh konnte der Betrieb mit umformtechnischem Knowhow überzeugen, so dass Anfang der 80er Jahre die Automobilindustrie aufmerksam wurde. Heute werden in der vollautomatisierten Umformtechnik jährlich mehr als 70.000 Tonnen Stahl, Aluminium, CrNi-Stähle und Bundmetalle verarbeitet. Jährlich werden rund 2,2 Mio. Hintersitzlehnen aus Hagen in Neuwagen verbaut.

Damit konnte sich TWB in den letzten 25 Jahren als versierter Partner der Automobilindustrie etablieren und genießt eine hohe technische Reputation innerhalb dieser Branche.

Die Teilnehmer der Veranstaltung waren verblüfft, wie hochmodern das Unternehmen aufgestellt ist. So konnten sie innovative Laserschweißanlagen bestaunen und die automatisierte Endmontage überzeugte allemal.

In den sauberen, hellen Fertigungshallen fühlen sich auch die Auszubildenden wohl. Teamleiterin Personalmanagement Chantal Schulz erläuterte, dass mit Beginn des Ausbildungsjahres Anfang August 2017 28 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt sein werden . TWB bildet in großem Maße aus, auch über den eigenen Bedarf hinaus. Werkzeugmechaniker/in, Industriemechaniker/in, Mechatroniker/in, Elektroniker/in, Fachrichtung Betriebstechnik, Maschinen- und Anlagenführer/in, Fachkraft für Lagerlogistik. Im kaufmännischen Bereich bildet TWB zum/zur Industriekaufmann-/frau aus.

Dass die Ausbildung lohnenswert ist, davon ist Geschäftsführer Dr. Menzel überzeugt. „Nur so können wir gewährleisten, geeignetes Fachpersonal für die Herstellung unserer innovativen Produkte zu beschäftigen, so Menzel.“

Lehrer besuchen BWS in Iserlohn-Letmathe

Der Stahl der BWS Philipp Boecker + Wender Stahl GmbH & Co. KG findet sich in Scheckkarten, Abschirmungsfolien von Handys und Lichtfaserkabeln wieder. Wie genau Stahl so hauchdünn wie Folie gewalzt wird und sogar in Herzschrittmachern zum Einsatz kommt, konnten die Mitglieder des Arbeitskreises SchuleWirtschafft MK und Schwerte  bei einer Betriebserkundung erfahren.

Mit einer Ausbildungsquote von 8 Prozent liegt BWS  deutlich über dem Durchschnitt. Das Unternehmen sieht die Nachwuchsgewinnung als eines der wichtigsten Themen. BWS bietet Schülern Praktika an, um einmal in einen Industriebetrieb reinzuschnuppern und beteiligt sich im Rahmen der TecDays an den Berufsfelderkundungen. „Junge Menschen haben oft falsche Vorstellungen von einem Industriebetrieb“, sagt Geschäftsführer Stefan Schober. Heute seien die Produktionen sauber und digitalisiert. BWS bildet aktuell in den Berufen Industriekaufmann/-frau, Informatikkaufmann/-frau, Industriekaufmann/-frau, Verfahrensmechaniker/-in, Maschinen u. Anlagenführer/in, Industriemechaniker/in und Werkstoffprüfer/-in aus.

Das seit 1810 bestehende Familienunternehmen mit rund 180 Mitarbeitern hat sich darauf spezialisiert, dünnen bis hauchdünnen Stahl unter höchsten Qualitätsansprüchen zu fertigen. Im Bereich des rostfreiem Stahl ist BWS europaweit führender Anbieter von Federband und bedeutender Anbieter von Präzisband, deutscher Marktführer in der Anarbeitung von Serviceband und Lieferant für Sonderwerkstoffe in kundenspezifischen Bandspezifikationen. Produziert wird an zwei Standorten in Letmathe und Hohenlimburg. Die rund 20 Gäste besichtigten das Iserlohner Service-Center  in Letmathe.

„Die Firmenbezeichnung ServiceWalzwerk ist etwas Besonderes“, erklärte Geschäftsführer Stefan Schober den  Besuchern bei einem Betriebsrundgang, „Die Leistung des Kaltwalzwerkes wird mit der Dienstleistungsorientierung eines Service-Centers erbracht. Das heißt, wir erfüllen den Kunden auch Sonderwünsche und liefern schnell auch relativ kleine Mengen recht flexibel.“ Die anwesenden Lehrer staunten nicht schlecht über die großen, tonnenschweren Stahlrollen in der Produktionshalle. Selbst die kleinsten dieser Coils wiegen so viel wie ein Auto. Deshalb wird Sicherheit groß geschrieben. „Mit dieser Spaltanlage können wir das Material auf 0,02 Millimeter schneiden“, sagt Ausbilder Andreas Müller. Besonders beeindruckt zeigen sich die Gäste von der 15 Meter tiefen Schlingengrube. „Hier liegen bei nur 0,02 Millimeter Stärke 50.000 Meter Länge auf einem Coil“, erläuterte Müller den Gästen die Funktions- und Wirkungsweisen der Maschine.

AK SchuleWirtschaft zu Gast bei GLORIA Haus- und Gartengeräte GmbH

10.000 qm Produktions- und Lagerfläche beindrucken schon sehr. Entsprechend erstaunt waren die 20 Teilnehmer des Arbeitskreises SchuleWirtschaft über das Unternehmen GLORIA Haus- u. Gartengeräte GmbH in Witten, das sie am 30.03.2017 erkunden konnten. Auf einem 30.000 qm großen Areal widmet sich GLORIA konsequent der Entwicklung von Drucksprühgeräten für Haus- und Garten sowie Industrie und Handwerk und innovativen Gartengeräten.   

GLORIA ist einer der führenden Hersteller im Bereich der Sprühgeräte für den Pflanzenschutz und die Pflanzenpflege. Darüber hinaus erobern die blau-gelben Geräte Schritt für Schritt den Rest der Welt. Ob im Garten, Gewächshaus oder Haushalt, GLORIA Produkte finden überall ihre Anwendung. Das Sortiment erstreckt sich über eine große Auswahl an Drucksprühgeräten aus Kunststoff und reicht bis hin zu Hochleistungssprühern aus Stahl und Edelstahl. Das neueste Produkt aus der Multi Brush-Serie erobert momentan den Markt. Die Produkte finden sich in fast jedem Baumarkt.  

Von den rund 80 Mitarbeitern am Standort Witten sind momentan 9 Auszubildende an Bord. Denn das Unternehmen setzt auf den eigenen Nachwuchs und bietet eine sehr flexible Ausbildung beispielsweise die Teilzeitausbildung oder den ausbildungsbegleitenden Technischen Produktdesigner/in mit KIA-Studiengang zum Maschinenbauingenieur/in an der Fachhochschule Bochum an.  

Außerdem werden Kaufmann/-frau für Büromanagement sowie Industriekaufmann/-frau ausgebildet. Letzterer auch als Verbundstudium zum Bachelor of Businessadministration. 

Die Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik wird ebenfalls angeboten. Diese Ausbildung ist anspruchsvoller und wird von Bewerbern oft unterschätzt. Doch wer sich durchbeißt und die Ausbildung schafft, hat beste Karrieremöglichkeiten bei GLORIA.  

Darüber hinaus bietet GLORIA die „Assistierte Ausbildung“ an, Einstiegsqualifizierungen, Langzeitpraktika, Berufsfelderkundungstage und Schulpraktika. 

Für all diese Aufgaben stehen mittlerweile rund 8 Ausbilder im Unternehmen zur Verfügung. Die Bereitschaft der Mitarbeiter, eine Ausbildereignung abzulegen ist sehr groß. So können Auszubildende und Schulpraktikanten alle Abteilungen durchlaufen und werden professionell begleitet.

Lebendiger Erfahrungsaustausch zum InfoTruck

Der neue InfoTruck der Metall- und Elektro-Industrie ist nun flächendeckend im Verbandsgebiet des MAV unterwegs. Er steuert zahlreiche Schulen und Ausbildungsmessen an, um junge Menschen multimedial und mit neusten technischen Highlights über die Ausbildungsberufe der Metall- und Elektro-Industrie zu informieren. Der Großteil dieser Einsätze wird von Mitgliedsunternehmen begleitet. Sie haben bei einem Schuleinsatz auf der  zweiten Ebene des Trucks die Möglichkeit, ihr Unternehmen mit seinen Ausbildungsmöglichkeiten vorzustellen. Dabei kommen auch Azubis mit den Schülern ins Gespräch.

Grund genug, dass sich der Arbeitskreis SchuleWirtschaft zu einem Erfahrungsaustausch traf. Themen waren Veränderungen und Neuerungen der technischen Ausstattung im InfoTruck sowie die Optimierung der Einsatzplanung.  Armin Skladny von der Agentur IW Medien aus Köln stellte den Lehrern und Ausbildungsverantwortlichen neue Konzepte und Einsatzmöglichkeiten des InfoTrucks vor. Geplant ist u.a. zukünftig den Multitouchtable noch zu verbessern. Es sollen weitere spielerische Möglichkeiten für Schüler entstehen, gemeinsam den Produktionsablauf eines Unternehmens auf digitaler Ebene kennenzulernen. Auch die Aufbau- und Standzeiten des Trucks wurden diskutiert. „Es ist aus logistischer Sicht sinnvoll, dass der InfoTruck möglichst lange Standzeiten hat, denn Auf- und Abbau sind immer ein großer logistischer Aufwand“, sagte Skladny.

Lars Wolff und Claudio Schmickler von IW Medien standen den Teilnehmern Rede und Antwort rund um Fragen zum Truck-Einsatz, zur Pädagogik sowie zur Technik. Der M+E-InfoTruck bietet technische Stationen mit unterschiedlichem Schweregrad. So können sich Hauptschüler an Bord genauso gut über eine technische Ausbildung informieren wie Abiturienten, in deren Fokus insbesondere Duale Studiengänge stehen. Die Teilnehmer hatten viele Fragen und Anregungen, so dass sich alle über einen gelungenen, lebendigen Austausch freuten.

Besuch beim Mendener Kupfer-Spezialisten

Mit Produktionsstätten in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, China und den USA ist die KME Germany GmbH & Co. KG einer der weltweit größten Hersteller von Erzeugnissen aus Kupfer und Kupferlegierungen. 20 Teilnehmer des Arbeitskreises SchuleWirtschaft MK erkundeten den Mendener Standort des Unternehmens. Dieser besteht bereits seit 1853.

Alfons Reich (Werksleitung), Norbert Westermann (Leitung Berufsausbildung Werk Menden) und Barry Alcock (Technical Customer Support) präsentierten den Besuchern die Unternehmensgeschichte, Produkte und die Ausbildungsmöglichkeiten für junge Leute. „Wir haben am Standort 310 Mitarbeiter, davon sind 250 im gewerblich-technischen Bereich tätig“, sagte Alfons Reich, „Aktuell haben wir 18 Auszubildende. Sie verbringen das erste Lehrjahr in unserer betriebseigenen Lehrwerkstatt.“ KME bildet am Standort Menden in den Berufen Verfahrensmechaniker/in in der Hütten- und Halbzeugindustrie (Fachrichtung Nichteisenmetall-Umformung), Industriemechaniker/in (Einsatzgebiet Instandhaltung), Elektroniker/in (für Betriebstechnik) und Industriekaufmann/frau aus.

„Für uns wird es immer schwerer geeignete Bewerber für die gewerblichen Ausbildungsberufe zu finden“, berichtet Ausbildungsleiter Norbert Westermann, „Viele junge Menschen haben falsche Vorstellungen von einem Industriebetrieb.“ Diese seien heute im Gegensatz zu früher sauber und hoch technologisiert. „Schon in der Ausbildung können die jungen Menschen bis zu 1000 Euro verdienen“, sagt Westermann. Trotz dieser guten Bedingungen spürt das Unternehmen den demografischen Wandel. Deshalb möchte der Betrieb mehr Schüler ins Werk holen. Die Jungen und Mädchen sollen so live vor Ort einen Einblick in den Industriebtrieb bekommen. „Damit erreichen wir die Schüler am besten. Sie bekommen einen realistischen Praxiseinblick“, betont Alfons Reich.

Bei der Werksbesichtigung lernten die Lehrer und Ausbilder die Herstellung von CU-Rohren kennen. Am KME-Standort Menden werden Produkte für Industrieanwendungen und die Haustechnik hergestellt.

Zum Abschluss bedankte sich MAV-Geschäftsführerin Dr. Bettina Schwegmann mit einem Präsent für die gelungene Betriebsbesichtigung: „Ein solches Engagement im Bereich SchuleWirtschaft ist nicht selbstverständlich, dafür möchte sich der Märkische Arbeitgeberverband bedanken.“ Sie betonte den Stellenwert der Nachwuchswerbung als Aufgabe des Verbandes für seine Mitgliedsunternehmen.