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12.05.2017

Zwei Fliegen mit einer Klappe - Studierender automatisiert Produktionsabläufe und verbessert Arbeitsbedingungen

Philipp Holin hat an der Fachhochschule Südwestfalen das Fach Maschinenbau Fachrichtung Fertigungstechnik studiert. Seine Abschlussarbeit schrieb er bei dem Iserlohner Büroartikelhersteller DURABLE Hunke & Jochheim GmbH & Co. KG, der auch in Kamen über einen Produktionsstandort verfügt.  Die Bachelorthesis behandelte das Thema „Automatisierung des Einklipsvorgangs für einen Pushbox-Kartenhalter“. Holin gelang es mit seiner Arbeit, gleichzeitig die Produktionsabläufe zu automatisieren und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu verbessern. In dem von ihm betrachteten Kartenhaltern lassen sich gleich mehrere Ausweise im Scheckkartenformat, deren Magnetstreifen und Speicherchips geschützt sein müssen, komfortabel aufbewahren. Bei Bedarf können diese einfach herausgeschoben werden.

Der Produktionsprozess zur Herstellung der Kartenhalter aus Kunststoff ist bei
DURABLE nur teilweise automatisiert. Einige Arbeitsschritte werden per Hand von Mitarbeitern ausgeführt. Nachdem eine Kunststoffspritzgussanlage die Kartenhalterteile herstellt, werden die so genannten Kartenhalterboxen von einer Maschine geschweißt. Danach geht es zum Handarbeitsplatz. Hier klipst ein Mitarbeiter die Schieber in die Kartenhalterbox und verpackt das Produkt. Mit dem Schieber können die Karten später einfach aus der Schutzhülle geschoben werden.

Beim Einklipsen der Einzelteile klagten die Mitarbeiter über Schmerzen in den Händen, weil sich die Teile nur schwer zusammensetzen ließen. Aufgabe der Untersuchung von Philipp Holin war es deshalb, den Einklipsvorgang zu automatisieren, um die Belastung für den Mitarbeiter zu verringern. Gleichzeitig sollte durch die Automatisierung die Bedienung mehrerer Anlagen auch durch einen einzelnen Mitarbeiter ermöglicht werden.

Holin entwickelte verschiedene Lösungsvarianten, wobei die menschliche Einklipsbewegung von der Maschine nachgeahmt wird. Die neue Einklipsvorrichtung verringert die Belastung für den Mitarbeiter. Die anstrengte Handarbeit übernimmt nun die Maschine und der Mitarbeiter hat die Möglichkeit mehrere Anlagen gleichzeitig zu bedienen. „Wir konnten so Produktionskosten senken und die Mitarbeiterzufriedenheit und die Motivation steigern“, sagt Philipp Holin.

Betreut wurde die Arbeit seitens der Fachhochschule von Prof. Dr. Klaus-Michael Mende. Mende begrüßt die Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Durch bestehende Kontakte durch den Märkischen Arbeitgeberverband kann er immer mehr junge Studierende und Unternehmen für Abschlussarbeiten zusammenbringen: „Das ist eine Win-win-Situation für beide Seiten. Die Studierenden profitieren von der Praxiserfahrung und die Unternehmen können junge Fachkräfte für sich gewinnen.“

Philipp Holin machte vor seinem Studium eine Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik. Im Anschluss legte er sein Fachabitur ab und nahm das Studium an der FH SWF auf. Der 27-jährige Neuenradener absolvierte bei DURABLE zunächst ein Praxissemester. Nach dem erfolgreichen Abschluss kann er nun als Ingenieur bei DURABLE anfangen: „Ich freue mich sehr darüber und werde zukünftig verschiedene Projekte betreuen.“ Und wenn er mal nicht bei DURABLE forscht, schaut der junge Mann gerne Fußball.